Bereits vor Jahren wurde von der Bundesregierung beschlossen, bundesweit flächendeckend ein digitales Funksystem für die Sicherheitsbörden (Polizei, Feuerwehr, THW, Rotkreuz etc.) einzurichten, dass das veraltete analoge Funksystem ersetzen soll.
Grundsätzlich ein Vorhaben, dass es verdienen sollte, unterstützt zu werden, wenn da nicht zuviele Bedenken und Mängel wären.
Zu Beginn wurden den Rettungskräften Versprechungen zur Leistungsfähigkeit des Systems gemacht, die aus Kostengründen nie eingehalten werden können.
Sehen Sie hierzu einen Bericht aus Frontal 21 (ZDF) aus dem Jahr 2008:
Aber auch die jüngsten Erfahrungen bei einem Großeinsatz in Gorleben anlässlich des Castor- Transporters sind nicht besser. Sehen Sie selbst den Bericht des Bayerischen Rundfunks vom November 2010:
(bitte klicken Sie auf das Bild)
Aber nicht nur die Tatsache, dass das neue TETRA-Netz nicht den Anforderungen an ein sicheres, zeitgemäßes Funksystem erfüllt, machte uns nachdenklich. Es ist auch die Frequenz, auf der TETRA sendet. Eine Frequenz, die ganz nahe bei denen des menschlichen Körpers liegt und daher langfristig bislang noch nicht absehbare Folgen für den menschlichen Organismus haben kann.
Das Bundesamt für Strahlenschutz wies in einer Studie darauf hin, dass abschließend noch keine Entwarnung zu gesundheitlicher Beeinträchtigung der Mikrowellen gegeben werden kann. Ergebnisse hierzu werden erst im Jahr 2013 erwartet.
Wir fordern für das Geld der Steuerzahler ein System, dass funktioniert und dass ein Höchstmass an Sicherheit für die Rettungskräfte, aber auch für die Bevölkerung gewährleistet. Und diese Forderung kann das TETRA- System nicht erfüllen.
Inzwischen gibt es Techniken, die wesentlich unbedenklicher sind, als die von TETRA. Allerdings hat der deutsche Entwickler die Rechte hierfür nach China verkauft, nachdem die zuständigen deutschen Behörden daran kein Interesse zeigten.
Seitens des Regierungspräsidiums wurde ursprünglich nur ein Bauantrag zur Errichtung eines Funkmastes auf Atzenbacher Gemarkung (Gliehen) gestellt. Nachdem der Ortschaftsrat auf Grund der Nähe zum Ort diesen Standort ablehnte, wurde von der Zeller Verwaltung unter Bürgermeister Rümmele als alternativer Standort der Zeller Blauen auf Gemarkung Pfaffenberg ins Spiel gebracht.
Wie sich herausstellte, ist dieser Standort sehr gut geeignet, wenn man in Kauf nehmen kann, dass der Sender auf Grund der großen Entfernung zum Tal eine hohe Sendeleistung haben muss.
Damit konnte sich jedoch der Pfaffenberger Ortschaftsrat und die Pfaffenberger Bevölkerung nicht einverstanden erklären und lehnte vehement - aus gesundheitlichen und aus Gründen des Naturschutzes - diesen Standort ab.
Der Gemeinderat hat nun gegen unser Votum mit Stimmen von CDU und SPD beschlossen, dass ein Grundstück auf Zeller Gemarkung zur Verfügung gestellt wird. Ein Freibrief, wie wir finden.
Inzwischen hat sich ergeben, dass der von CDU und SPD vorgeschlagene Standort am "Hohlen Grund" anscheinend ungeeignet ist.
Für die Behörden gibt es nach Angaben der Verantwortlichen nur folgende Alternativen:
Atzenbach (Gliehen) und ein Sender auf Elbenschwander Gemarkung in Nähe von Kädern
oder
Blauen.
Einen anderen geeigneten Standort auf städtischem oder staatlichem Gebiet gibt es nicht, wie die Behörden betonen.
Bleibt abzuwarten, welche Entscheidung letzten Endes getroffen wird. Für uns ist das Votum der Ortschaftsräte ein ganz entscheidender, im nicht zu sagen, bindender Entscheidungsfaktor.
Wir bemängeln, dass die gesundheitlichen Aspekte des neuen Systems bislang viel zu kurz gekommen sind und empfehlen Ihnen daher folgenden Link: